Dies ist bei den meisten Produkten nicht der fall. Gabriel Felbermayr, Leiter des Ifo Foreign Trade and Investment Institute, sagt, dass dies klugerweise geschehen ist: "Die Verbraucher in Europa werden etwas mehr Geld bekommen, aber im Schnitt werden die US-Produzenten die meisten Belastungen mittragen. Im Falle von Nahrungsmitteln ist die Gewinnspanne so gering, dass die Unternehmer den Verkaufspreis selbst erhöhen müssen.
So haben Sie keinen Handlungsspielraum, die Abgaben aus eigener Kraft zu bezahlen. "Für viele Produkte ist es jedoch möglich, in andere Herstellungsländer zu wechseln. So müssen beispielsweise nicht unbedingt aus den USA stammen. So zitiert ein Pressesprecher beispielsweise Mais, den seine Zulieferer wahlweise in China, Brasilien, Argentinien oder der Ukraine ordern können.
Neben den USA kauft Rewe aus China, Indien und Indonesien ebenfalls Reispflanzen und aus Brasilien und der EU ein. Wie diese Produkte können die meisten Waren auf der EU-Liste ersetzt werden - aber nicht alle. Beispielsweise erhebt die EU die neuen Zölle auf Bourbon-Whiskey und Harley Davidson-Motorräder.
Wie stark die Preiserhöhungen ausfallen, ist laut Welbermayr von den Einzelunternehmen abhängig: "Wenn die Produzenten davon ausgehen, dass die Verbraucher bei steigenden Preisen ein konkurrierendes Produkt erwerben, werden sie aus eigener Kraft Zollgebühren bezahlen - oder nicht mehr nach Europa exportieren", so die Wirtschaftsexpertin. Allerdings erwartet die Firma Belbermayr, dass beispielsweise die Produzenten von Krafträdern, Sportfahrzeugen oder Kosmetika den Großteil der Zollgebühren ausmachen.
Die Erzeuger haben in diesen Gebieten eine erhöhte Gewinnspanne und können so die Abgaben auffangen.